Wir finden nur ganz selten beim Müllsammeln wirklich interessante Fundstücke, manchmal Scherben, Porzellanteile und Metallreste, die uns sehr alt erscheinen (Kriegszeit oder DDR) Nun fand ich bei der letzten Aktion Ende letzter Woche ein Scherbe im Bachbett unseres  Marienbach mit der erkennbaren Rest-Inschrift " Eisenacher Aktienbrauerei".

Nun habe ich nachgeforscht und bin auf folgende Eisenacher Geschichte gestoßen: Link/Quelle Eisenach online- Tag des offenen Denkmals   (Unter dem Foto)

"Teil 1 – Aktienbrauerei Eisenach
Im Jahr 1828 gab es in Eisenach 244 Brauberechtigte, die gemeinsam einen Felsenkeller zur Bierlagerung errichteten und damit faktisch die Eisenacher Brauerei begründeten. Im Jahre 1862 begann die Braugenossenschaft mit der Errichtung der zentralen Brauereigebäude neben dem alten Felsenkeller. Die Genossenschaft hatte sich gegründet, nachdem die Privilegien der Brauhöfer weggefallen waren.
Im März 1874 fand eine Generalversammlung der Brauerschaft im „Hotel zum Mohren“ statt, um die Brauerschaft in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Hier wurde der Antrag gestellt, das Vermögen der Brauerschaft meistbietend zu verkaufen, was erst am 15. Juli 1874 gelang. Nun hieß das Konstrukt „Vereinsbrauerei“, die 1886 in die „Aktienbrauerei Eisenach“ umgewandelt wurde. Diese erwarb 1923 die „Vereinigten Eisenacher Brauereien, Petersberger und Schlossbrauerei“ (Ludwigstraße 1 und Markt 10). So blieb es bis zum Jahr 1945. Nach dem Krieg wurde auch dieses Unternehmen ein volkseigener Betrieb, der schließlich 1990 nach der Wende reprivatisiert wurde. Das Eisenacher Bier ist in der Region bekannt, wird allerdings heute nicht mehr direkt in Eisenach gebraut.
Das sanierte und restaurierte historische Sudhaus aus dem Jahr 1911 an der Wartburgallee mit seinen typischen Kupferkesseln ist noch heute das Wahrzeichen der Brauerei. Die abgebildete Kupfertiefdruck-Werbekarte aus dem Verlag H. Osterwald in Hannover erschien um 1936 als Teil einer Thüringer-Bier-Serie, bei der die Beschriftung je nach Unternehmen wechselte, während die Bilder gleich blieben. "

Nun ist mir klar geworden, dass die Scherbe von einer Flasche ist, die zwischen 1886 bis 1945 vertrieben wurde, eine Bestätigiung der Verrottungszeit für Glas "nahezu unsterblich" siehe unten rechts auf der Tafel.